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Donnerstag, 19. April 2012


die tür fällt ins schloss und ab dem moment fängt ein neues und letztes kapitel unseres gemeinsamen leben an. sagt man nicht immer, dass wenn man eine tür hinter sich geschlossen hat, sich irgendwann wieder neue öffnen? ich bin mir nicht sicher, aufjedenfall bei uns nicht. wir entfernen uns, aber die möglichkeit besteht immer noch zurück zu gehen, doch für diese auswahl entscheiden wir uns nicht. stattdessen gehen wir immer weiter und weiter weg. und wir sind nun schon so weit, dass es kein zurück mehr gibt. der erste zug, der uns noch mal um kilometer wegfährt. schweigen, keine worte fallen. sonst fande ich es nicht schlimm. wir brauchten keine worte um uns zu verständigen. es funktionierte auch so, so leise. aber jetzt störte es mich, weil alles so leer war und so fremd. ''ausstieg in fahrtrichtung links'' und der weg geht weiter in die ferne. ich laufe hinter dir, unsere schritte sind schnell. kurz bleibe ich stehen. ob du merkst, dass ich gar nicht weiter will? ich glaube nicht. das ziel ist der nächste zug, der mich in dem falle das letzte stück fährt und somit mich ganz von dir trennen lässt. er steht da und wir sitzen die letzten fünf minuten auf der bank. unsere blicke in alle richtungen aber wir schaffen es nicht uns in die augen zu gucken. eine minute ist uns nun noch geblieben, doch es reicht nicht irgendwas zu ändern. ich steige ein und die tür schließt sich und somit auch unser kapitel. ich versuche kurz bevor die tür ganz schließt die hand das letzte mal auszustrecken um dich zu errreichen, dich zu berrühren. doch es ist zu spät, sie erreicht dich nicht.

Kommentare:

fabienne hat gesagt…

du schreibst so schön!

fabienne hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Frances hat gesagt…

du schreibst so ehrlich und voller tiefe, aber doch so leicht, das man immer weiter lesen will...

gefällt mir sehr.

Hast eine neue Leserin (:
Liebe Grüße
Frances